Geike, Rainer „Mehrsprachige Geldscheine / Geldscheine als Zeitdokumente“

Artikelnr: 532-008-003
Geike, Rainer „Mehrsprachige Geldscheine / Geldscheine als Zeitdokumente“

Geike, Rainer „Mehrsprachige Geldscheine / Geldscheine als Zeitdokumente“, 2022
Books on Demand, Norderstedt

2022, 137 Seiten, Format 19 x 27 cm, durchgehend farbige Abbildungen ISBN: 9 783 756 21 6826

Mehrsprachige Geldscheine? Wechsel von Sprache und Schrift? Beim Sammeln von Geldscheinen, Münzen oder Briefmarken trifft man auf unterschiedlichste Sprachen und Schriftzeichen. Neben den mehrsprachigen Geldscheinen werden auch einsprachige Geldscheine vorgestellt, bei denen sich die für die Sprache verwendete Schrift geändert hat. Ein Sonderthema ist die „fühlbare“ Kennzeichnung der Scheine so, dass die Wertstufen auch von Sehbehinderten sicher erkannt werden können.

Allgemeinwissen ist es, dass viele verschiedene Sprachen mit der jeweils gleichen Schrift „zu Papier“ gebracht werden können – deutsch, englisch, spanisch und viele andere mit der lateinischen Schrift oder russisch, bulgarisch und serbisch mit der kyrillischen Schrift. Andererseits gibt es Sprachen, die gleichzeitig von verschie¬denen Völkern in unterschiedlichen Schriften geschrieben werden. Ein Beispiel dafür ist Serbo-Kroatisch, die Serben benutzen (überwiegend) das kyrillische und die Kroaten das lateinische Alphabet. Die Abschnitte widmen sich den mehrsprachigen Geldscheinen ...

  • Österreich-Ungarns, Ungarns, der Tschechoslowakei und Jugoslawiens,
  • der UdSSR und deren Nachfolgestaaten, bei letzteren geht es um den Wechsel von kyrillischer zu lateinischer Schrift,
  • im Baltikum, ausgegeben während des Ersten Weltkrieges und kurz danach,
  • vieler Länder von A wie Afghanistan über I wie Indien und Israel bis Z wie Zypern,
  • mit chinesischer Beschriftung, das betrifft die chinesischen Geldscheine selbst, aber auch Geldscheine aus einer Reihe weiterer Länder,
  • der Euro-Zone mit ihrer extrem knappen Beschriftung,
  • mit einer zusätzlichen Kennzeichnung in Blindenschrift.

Bereits bei der Gestaltung der Geldscheine sind Unterschiede zu erkennen. Gibt es zwei gleichberechtigte Sprachen, die in gleicher Größe und wechselnder Reihenfolge angeordnet werden? Dies trifft beispielsweise auf Flämisch und Französisch (Belgien) zu. Gibt es eine Hauptsprache (Russisch in der UdSSR) und viele Zweitsprachen? Oder gibt es eine verbindende Hauptsprache, die Muttersprache keiner Nationalität ist, wie die englische Sprache in Indien?

Jede Aufschrift auf Geldscheinen (und Münzen) ist zugleich Ausdruck eines Herrschaftsanspruchs, ist Dokumentation der jeweils herrschenden Verhältnisse. Deutlicher als bei einer Beschreibung des Ist-Zustandes wird bei Veränderungen des Zustandes die Politik dahinter sichtbar.

Rainer Geike, Jahrgang 1954, im „Hauptberuf“ Dipl.-Ing. für Verfahrenstechnik (gewesen), beschäftigt sich seit über 50 Jahren mit Numismatik und Heraldik. Neben vielen Artikeln sind bisher drei Bücher von ihm erschienen:

 

Quelle: Verlagsinfo

32,50 €
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